Rehkitzrettung

Begriff Begriffserklärung
Rehkitzrettung
Jährlich kommen geschätzte 100.000 Rehkitze in Deutschland durch landwirtschaftliche Mähmaschinen qualvoll zu Tode. Verhindern lässt sich dieses Schicksal, wenn die Felder vorab von einer Drohne mit Thermalkamera abgeflogen werden. Die Wärmebildkamera kann vor allem in den kühlen Morgenstunden die warmen Körper der Rehkitze selbst im hohen Gras aus der Luft deutlich aufspüren und identifizieren. Die gängigsten Drohnen für die Rehkitzrettung sind die H520 von Yuneec, die Mavic 2 Enterprise Dual von DJI oder die Anafi Thermal von Parrot. Da die Einsatzzeiten für die Rehkitzrettung meist auf eine kurze Zeitspanne im Frühjahr begrenzt sind, ist ein Einsatz der Drohne allein zur Rehkitzrettung nicht wirtschaftlich, zumal auch Drohnen für diesen Zweck an rechtliche Vorgaben zur Drohnen Haftpflicht oder den Drohnenführerschein gebunden sind. Vor diesem Hintergrund wird die Rehkitzrettung per Drohne meist ehrenamtlich durchgeführt. Auch wenn damit kein Geldbetrag fließt, fällt die Rehkitzrettung trotzdem nicht in den privaten Bereich der Drohnen Versicherung, da dieser nach LuftVG nur Flüge zu Sport- und Freizeitzwecken umfasst. Damit müssen Drohnen im Einsatz zur Rehkitzrettung mit einer gewerblichen Drohnen Haftpflicht und Drohnen Kaskoversicherung abgesichert werden.