Was ist der "kontrollierte Luftraum"?

Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) hat für die Luft eine sogenannte Luftraumstruktur mit verschiedenen Luftraumklassen festgelegt (von A wie Alfa) bis G wie Golf). Grob kann eine Unterteilung in von der Flugsicherung kontrollierten und unkontrollierten (G) Luftraum vorgenommen werden.

Anders als im unkontrollierten ist im kontrollierten Luftraum eine Flugverkehrskontrollfreigabe vom zuständigen Tower bzw. der Deutschen Flugsicherung erforderlich. Dies gilt auch für ferngesteuerte Flugmodelle allgemein und Drohnen im Speziellen ( § 16a Abs.1 Nr. 2 LuftVO).

Bezüglich des kontrollierten Luftraums ist aufgrund der Höhenbeschränkung für uns Drohnensteuerer nur der Lauftraum D (Delta) relevant. Delta umfasst die Kontrollzonen um Flughäfen (CTR) und beginnt direkt am Boden (ground level). Anders als häufig zu lesen beschränkt sich diese Kontrollzone nicht auf einen Radius von 1,5 km um die Außenbegrenzung eines Flughafen, sondern erstrecken sich teilweise 30-40 km um die Landebahn. Der genaue Verlauf der Kontrollzonen kann z.B. den ICAO-Karten entnommen werden (rosa hinterlegte Bereiche) oder in unserer App recherchiert werden.

ACHTUNG: Einige Versicherer schließen Flüge im kontrollierten Luftraum aus!
So heißt es z.B. in Bedingungen: "Das Fluggerät darf nicht im kontrollierten Luftraum betrieben werden."

Die zuständigen Luftfahrtbehörden der Länder akzeptieren Versicherungen mit entsprechenden Passagen teilweise nicht als Pflichtversicherung und verweigern Aufstiegsgenehmigungen. Auch bei privater Nutzung sollte der kontrollierte Luftraum unbedingt eingeschlossen sein, da Kopter z.B. bei einem Fly-away auch ungewollt in kontrollierten Luftraum undringen und dort Schäden verursachen können.

In unseren aktuellen Tarifen gibt es keine Ausgrenzung des kontrollierten Luftraums, sofern die rechtlichen Vorgaben beachtet wurden.