Maiszünsler

Begriff Begriffserklärung
Maiszünsler
Der Maiszünsler ist ein Schädling, der erheblichen Schaden in Maisbeständen anrichtet. Nach vorsichtigen Schätzungen vernichtet der Maiszünsler jährlich über 40 Millionen Tonnen der weltweiten Maisernte. Diese Menge entspricht zehn Jahresernten in Deutschland. Normalerweise wird der Maiszünsler chemisch mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft. Doch immer häufiger kommen Drohnen für eine biologische Alternative zum Einsatz. Von Mitte Juni bis Ende Juli werfen Drohnen alle 10 Meter eine Kapsel mit Schlupfwespeneiern ab. Hierfür befindet sich ein spezieller Behälter mit den Schlupfwepseneiern unter der Drohne. Wo früher die Eier der Schlupfwespen mühsam vom Landwirt zu Fuß und per Hand ausgebracht wurden, schafft es eine Drohne, einen Hektar Mais in nur fünf Minuten abzufliegen. In den verschiedenen Entwicklungsstadien der Schlupfwespe steht der Maiszünsler ganz oben auf dem Speiseplan. Die Kosten für die biologische Schädlingsbekämpfung liegen bei ca. 20-25 € pro Hektar für den Drohnenflug. Hinzukommen 65-70 € pro Hektar für die Kapseln mit den Eiern der Schlupfwespe. Auch wenn ausschließlich über Agrarflächen fernab von Wohngebieten geflogen wird, besteht für diese Art des Drohnenbetriebs die gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss einer Drohnen Haftpflicht.