Bestäubung der Zukunft per Drohne?

Forscher der Technischen Universität Delft (Niederlande) arbeiten an einer Drohne, die künftig die Bestäubung von Nutzpflanzen übernehmen könnten.
Die Drohne ist mit einem mechanischen Flügelpaar ausgestattet. Die Schlagzahl der Flügel (17 Schläge pro Sekunde) orientiert sich an der Aerodynamik der Fruchtfliege.
Für die eigentliche Bestäubung, kann der Kopter bis zu fünf Minuten über der Blüte schweben.
Durch Bewegungssensoren sollen Zusammenstöße vermieden werden und die Drohne kann sich selbstständig von Blüte zu Blüte navigieren.
Die Kopter-Bienen erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde und die Batterien sollen länger durchhalten, als bei marktüblichen Drohnen.
Bis zu 5 Kilometer Distanz kann die Kopter-Biene zurücklegen, bevor es wieder an die Ladestation muss.
Die Drohne ist zur Zeit vor allem für den Einsatz in Gewächshäusern vorgesehen. Im Freien muss für die Haftpflicht noch geklärt werden, wie Flüge außerhalb der Sichtweite im Schwarm zu versichern sind.

Wenn die Drohne mit einem Flugzeug kollidiert

Mit 383 Stundenkilometer kollidierte eine Drohne vom Typ DJI Phantom 2 mit der Tragfläche einer Monney M20 (Leichtflugzeug). Dabei entstand ein Loch in der Tragfläche,
und es enstand ein Schaden an den Tragelementen und einer Rohrleitung.

Die Wissenschaftler der University of Dayton Research Institute im US-Bundestaat Ohio erklärten, dass auch eine realer Zusammenstoß
dieser Art von einer Drohne mit einem Flugzeug kaum zu einer Flugzeugkatastrophe führen würde.

Die Schäden könnten allerdings schwerwiegender sein, wenn die Geschwindigkeit höher wäre und beispielsweise die Cockpit-Scheibe oder ein Motor getroffen werden würde.

Drohne liefert Medikamente in Afrika

DHL (Logistikdienstleister), die GIZ (Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) haben im Auftrag des BMZ (Bundesentwicklungsministeriums)
gemeinsam mit dem Drohnenhersteller Wingcopter Medikamente mit der Drohne überbracht.
Über einen Zeitraum von sechs Monaten hat der DHL Paketkopter 4.0 in dem Pilotprojekt rund 2.200 km in insgesamt 2.000 Flugminuten abgeflogen.
Dabei legte er in nur 40 Minuten eine Strecke von 60 km zurückgelegt.
Ziel war es Medikamente auf eine Insel im Viktoriasee  (Afrika) zu bringen. Wenn man sonst für die 240 km über Land 6 Stunden brauchte, schaffte das die Drohne schnell und effizient.
Mit der Drohne erreicht man auch bei schlecht ausgebauter Infrastruktur und unwegsamen Gelände sein Ziel unproblematisch und schnell.
Ein weiteres Potenzial wäre auch, durch den Einsatz von Drohnen, zum Beispiel die Ausbreitung von Ebola frühzeitig zu bekämpfen.