Drohnen-Versicherung: Haftpflicht für Drohnen, Multikopter und UAV

Drohnen, Multikopter und UAV gelten nach § 1 LuftVG als Luftfahrzeuge. Damit unterliegen sie unabhängig vom Startgewicht nach §§ 33, 37 Abs. 1 und 43 LuftVG in Verbindung mit § 102 Abs. 2 LuftVZO der Versicherungspflicht, sobald sie im Luftraum bzw. außerhalb von Gebäuden betrieben werden.

Von dieser gesetzlichen Verpflichtung zum Abschluss einer Drohnen-Haftpflicht gibt es weder eine Ausnahme für als "Spielzeug" verkaufte Mini-Drohnen noch für rein privat zu Sport und Freizeitzwecken genutzte Hobby-Drohnen. Weitere Informationen rund um die Drohnen-Haftpflicht (z.B. zur verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung) und mögliche Schäden haben wir im Artikel Drohnen-Versicherung zusammengefasst.

In unseren Empfehlungen zu Drohnenversicherungen haben wir vor allem die Tarife der Haftpflichtversicherung und Privathaftpflicht von folgenden Versicherungen in Deutschland berücksichtigt: Allianz, HDI, R+V, Degenia, Zurich, Axa, Condor und Delvag, aber auch Deckungskonzepte von kleineren Anbietern. In die Bewertung floss zusätzlich ein, wie die Versicherungen mit Schäden der Piloten umgehen bzw. wie diese reguliert werden.

Private Drohnen-Haftpflicht
im Rahmen einer Privathaftpflicht

ab 25,22 € pro Jahr

(inkl. 19% Vers.Steuer)

 

Private Drohnen-Haftpflicht
als eigenständiger Vertrag

ab 64,99 € pro Jahr

(inkl. 19% Vers.Steuer)

 

Gewerbliche Drohnen-Haftpflicht
 

ab 32,77 € pro Jahr

(zzgl. 19% Vers.Steuer)

 

Gewerbliche Drohnen-Haftpflicht
als Kurzzeit-Tarif

ab 8,39 € für einen Tag

(zzgl. 19% Vers.Steuer)

 

 

Bitte beachten Sie, dass die Drohnenversicherung bzw. Haftpflicht für Drohnen und Multicopter in Deutschland eine gesetzliche Pflichtversicherung ist. Hinweise hierzu finden Sie auch in unserem Artikel Drohnenversicherung.

Wie muss ich meine Drohnen versichern? Privat oder Gewerblich?

Die benötigte Drohnen Versicherung richtet sich nach dem Umfang der Nutzung einer Drohne:

Private Drohnen Nutzung

Drohnen, die ausschließlich zu Sport- und Freizeitzwecken eingesetzt werden (nach § 1 LuftVG sogenannte „Flugmodelle“)

Es genügt eine private Drohnen-Haftpflicht.

Zu Sport und Freizeit zählen auch das Fotografieren und Filmen mit Drohne ohne Veröffentlichungsabsicht oder die Teilnahme an Rennen. Diesen engen Rahmen überschreitet z.B. eine auch unentgeltliche Gefälligkeit für Dritte oder das Posten von Aufnahmen z.B. bei Facebook. Hierbei handelt es sich mindestens um eine Grauzone, da mit der Veröffentlichung auch kommerzielle Nutzungsrechte an Facebook abgetreten werden.

Gewerbliche Drohnen Nutzung

Drohnen mit einem über Sport und Freizeit hinausgehenden Einsatzbereich (nach § 1 LuftVG sogenannte „unbemannte Fluggeräte“)

Es ist eine gewerbliche Drohnen-Haftpflicht erforderlich.

Der Tarif gilt nicht nur für Gewerbetreibende, sondern auch für Freiberufler, Vereine, BOS oder Hochschulen. Maßgeblich für einen Gewerbetarif ist nicht die Absicht mit einer Drohne Umsatz zu erzielen, sondern der Einsatz außerhalb von Sport- und Freizeitzwecken.

Was tun bei nur seltener gewerbliche Nutzung?

Bei einer gelegentlichen gewerblichen Nutzung der Drohne können unsere gewerblichen Kurzzeit-Tarife (1 Tag / 1 Woche / 1 Monat) als Ergänzung oder unsere gewerbliche Drohnen-Haftpflicht inkl. nebenberuflicher Nutzung (ab 32,77 € pro Jahr zzgl. 19% Vers.Steuer) als Alternative genutzt werden.

Besonderheiten der Haftpflichtversicherung für Drohnen

In der Luftfahrt hat das Thema "Versicherung" schon immer einen besonderen Stellenwert, sodass die Anforderungen an Versicherungen beim Fliegen so streng sind wie in keinem anderen Bereich.

Der Ursprung liegt in der bemannten Luftfahrt. Bei einem Unfalls geht es nicht um irgendwelche kleinen Schäden. In den meisten Fällen stirbt der Pilot bei einem Absturz und ist nicht mehr für Schadensersatzansprüche zu belangen. Verletzte Passagiere bzw. Hinterbliebene von ebenfalls tödlich verunglückten Passagieren brauchen also eine starke Sicherheit, aus der Versicherung bei einem Schaden Leistungen zu erhalten.

Vor dem Hintergrund dieser Historie gelten auch für Drohnen und Mulitcopter als Luftfahrzeuge die gleichen strengen Anforderungen an die Tarife der Haftpflichtversicherung. Hierzu zählt vor allem auch die verschärfte Haftung im Rahmen der Gefährdungshaftung